2008
Woche der jüdischen Kultur und Geschichte
Woche der jüdischen Kultur und Geschichte in Magdeburg 2008
23. bis 31. Oktober 2008
Ein Gemeinschaftsprojekt
der Synagogengemeinde zu Magdeburg,
des Kulturbüros der Landeshauptstadt Magdeburg,
des Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ e.V.,
des jüdischen Frauenvereins BeReshit e.V.,
der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg e.V.,
des Jüdischen Soziokulturellen Zentrums „Ludwig Philippson“ e.V.,
der Sozial-Kulturellen Vereinigung „Meridian“ e.V.
und des Forum Gestaltung e.V. Magdeburg.
In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Magdeburg. Unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Lotto Toto GmbH Sachsen-Anhalt
Schirmherr: Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg,
Dr. Lutz Trümper
Veranstaltungen
Donnerstag, 23.10.
Der Rabbiner Ariel Lotozki, Gemeinderabbiner der Synagogengemeinde zu Magdeburg, erzählt Schülern von jüdischem Leben und jüdischen Riten
8.30 bis 14.00 Uhr Synagogengemeindehaus, Gröperstr. 1a
Schulklassen oder Gruppen bitte im Gemeindebüro der Synygogengemeinde anmelden: Tel.: 0391/5 61 66 75; e-mail: sgmd@gmx.de
„Das Leben der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg in Fotos“,
Ausstellungseröffnung
10.00 Uhr bis 13.00 Uhr; Gemeindehaus, Klausenerstraße 11 - 13
Valeriy Lyashkevich, Lyudmila Davydov, Valentin Roytman und andere halten verschiedene Situationen im Leben der Gemeinde fest.
„Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des deutschen Volkes.“ Eröffnung der Wanderausstellung.
15.00 Uhr, Landgericht Magdeburg, Halberstädter Str. 8
Erstmals wird in Gerichten in Sachsen-Anhalt eine Ausstellung gezeigt, die sich intensiv mit der nationalsozialistischen Justizgeschichte in den Regionen und Städten unseres Bundeslandes auseinandersetzt. Sie führt vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt haben die in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung, die an insgesamt fünf Standorten gezeigt wird, um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert.
Film und Gespräch mit Volker Kühn
Totentanz - Kabarett hinter Stacheldraht (Humor und Satire im KZ)
19.00 Uhr, Forum Gestaltung, Brandenburger Str.10
Anschließend: Gespräch mit dem Filmemacher Volker Kühn, der als Autor, und Regisseur zahlreiche Arbeiten für Bühne, Film und Hörfunk vorlegte.
Freitag, 24.10.
Führung über den Jüdischen Friedhof (den „guten Ort“)
10.00 Uhr, Israelitischer Friedhof, Fermersleber Weg 45/46
11.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Gemeindehaus, Klausenerstraße 11 – 13
Gespräche mit dem Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg, Dr. Chaim Z. Rozwaski: Wochenabschnitt der Tora: Parashat Haschawua, Dvar Tora, Havtora
Stolpersteine für die Stadt Magdeburg
Ein Gang mit Stadtführerin Gisela Opitz zu den Verlegeorten
15.00 Uhr, Treffpunkt: Denkmal für die zerstörte Synagoge,
Julius-Bremerstraße/An der Alten Synagoge
19.30 Uhr Schinkelsaal im Gesellschaftshaus
Voix Etouffées - Verstummte Stimmen
Konzert anlässlich des 70. Jahrestages der "Kristallnacht"
Musikalische Leitung: Amaury du Closel
Werke von Hanns Eisler, Simon Laks, Alfred Tokayer und Ernst Toch
Sonnabend, 25. 10.
Stolpersteine für die Stadt Magdeburg
Ein Gang mit Stadtführerin Gisela Opitz zu den Verlegeorten
10.00 Uhr, Treffpunkt: Denkmal für die zerstörte Synagoge,
Julius-Bremerstraße/ An der Alten Synagoge
15.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Meridian e.V. präsentiert:
Jüdische und deutsche Künstler in einem Klassischen Konzert
mit Werken u.a. von J. S. Bach, J. Haydn, C. Saint-Saens, F. Kreisler,
F. Mendelssohn- Bartholdy.
Mit Alexej Trochin (Bariton), Elisabeth Raßbach (Sopran),Vera Kagan (Violine),
Zoya Polyakova (Violoncello), Nina Sinizyna (Klavier), Sulejka Wilmer (Klavier)
Havdalah-Partys. Ab 18.30 Uhr, zum Schabbat-Ausgang laden ein:
Die Synagogengemeinde zu Magdeburg ins Synagogengemeindehaus, Gröperstr. 1a
und die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e.V. in ihr Gemeindehaus
in der Klausenerstraße 11 – 13
Uraufführung im Forum
Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
WARUM HAT BLOSS DAS ZEBRA SO VIEL STREIFEN?
Auf der Suche nach Willy Rosen mit Sabine Swoboda
Matthias Binner (musikalische Einrichtung und Klavier)
Tobias Keil
Idee und Text: Sabine Swoboda
Produktion Forum Gestaltung
Diese Theaterproduktion folgt dem „Magdeburger Kind“ Willy Rosen auf seinen heute weithin vergessenen Spuren und gibt seinen wunderbar heiteren, lebensbejahenden und lustvollen Texten und Liedern eine Bühne.
Willy Rosen (1894 in Magdeburg geboren, 1944 in Auschwitz ermordet) war zwischen 1919 und 1936 als Kabarettist, Musiker, Sänger und Autor ein Star in der Unterhaltungskunst der Berliner Szene. 20.00 Uhr Premiere der Theaterproduktion im
Sonntag, 26.10.
Führung über den Jüdischen Friedhof (den „guten Ort“)
10.00 Uhr, Israelitischer Friedhof, Fermersleber Weg 45/46
„Tag der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg“
10.00 bis 13.00 Uhr, Gemeindehaus, Klausenerstraße 11 - 13
Tag der Offenen Tür im Gemeindehaus in der Klausenerstr.: Präsentation des Förderkreises und Präsentation des Projektes „Jüdisches Gemeindezentrum“ Vortrag von Igor Tokar über Alexander Tesler
Maxim Lyashkevich, Lyudmila Davydov, Feliks Roytman, Faina Lyashkevich, Sabir Agsyev und andere Gemeindemitglieder führen durch das Programm, das die Instrumentalgruppe unter der Leitung von Frau Andrea Dinges musikalisch umrahmt.
16.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Eröffnung der jüdischen Kulturtage im Forum Gestaltung durch den Schirmherren Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper
Meridian e.V. präsentiert in der Ausstellung „Nuance“
Werke der Kunstmalerinnen Ina Berman und Rimma Volkova.
Musikalische Umrahmung: Trio Classikus und dem Synagogenchor
Die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e.V. zeigt „Kinderzeichnungen der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg“ und Arbeiten der Leiterin des Kinderkunststudios Nina Vershbytska
Anschließend „Jüdisch und jung in Sachsen-Anhalt“
Film und Gespräch
Der Dokumentarfilm der Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH „Zweiter Anlauf: Junge Juden in Sachsen-Anhalt“ von und über Aitan, Tanja, Román, Switlana, Nikolaj, Anna, Liliya, Natalija und Anastasia – im Juli 2008 in Magdeburg uraufgeführt - bietet viel Gesprächsstoff zum Thema. Unter der Moderation von Thomas Kluger (Richter am Landgericht Magdeburg und Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelitischen Gesellschaft), kommen Franziska Schramm (Projektleiterin des Films), junge jüdische Menschen aus Sachsen-Anhalt, Dr. Rüdiger Koch (Beigeordneter für Kultur der Landeshauptstadt Magdeburg) und Waltraut Zachhuber (Vorsitzende des Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ e.V.) ins Gespräch.
Montag, 27. 10.
8.30 bis 14.00 Uhr Synagogengemeindehaus, Gröperstr. 1a
Der Rabbiner Ariel Lotozki, Gemeinderabbiner der Synagogengemeinde zu Magdeburg, erzählt Schülern von jüdischem Leben und jüdischen Riten
Schulklassen oder Gruppen bitte im Gemeindebüro der Synygogengemeinde anmelden: Tel.: 0391/5 61 66 75; e-mail: sgmd@gmx.de
15.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Vortrag von Frau Lyutsiya Shtoff in russischer Sprache:
"Das Schaffen des jüdischen Filmautors und Schriftsteller s Lev Roschal"
19.00 Uhr, Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Gastspiel im Forum - Jüdisches Theater „Mechaje“ (Rostock)
„Jackpot“ von Juri Rosov
Regie: Michail Beitman-Korchagin
Dienstag, 28.10.
17.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Vortrag des JSK Ludwig Philippson Zentrums e.V:
„Magdeburg und die so genannte Judenemanzipation in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ Referenten: Christian Warnke und Michael Anders
20.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Konzert mit Jalda Rebling
Jalda Rebling macht ihr Publikum mit alten kaum bekannten Kostbarkeiten jüdischer Kultur in Deutschland und Europa bekannt. Musikalische und literarische Zeitdokumente werden in ihren Programmen als Lieder und Geschichten in historischem Kontext inszeniert. Damit schlägt die Schauspielerin und Sängerin eine Brücke zwischen trockener Wissenschaft und sinnlichem Erleben.
Mittwoch, 29.10.
17.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Vortrag des JSK Ludwig Philippson Zentrums e.V.:
„Die Geschichte der jüdischen Zuwanderung: 18 Jahre hier.“
Zur Spezifik jüdischer Migration aus den GU Staaten
Referentin: Valerija Manjuk
17.00 Uhr, Gemeindehaus, Klausenerstraße 11 - 13
Podiumsdiskussion: Die Bedeutung der Tora für den jüdischen Glauben
Teilnehmer: Gemeinderabbiner Dr. Chaim Z. Rozwaski, Pastor Dr. Hans Schleiff, Friedrich Toepffer, Nina Verzhbytska
Moderation: Igor Tokar
19.00 Uhr Eröffnung, Foyer der Universitätsbibliothek
Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur
Ausstellung des Instituts für Analysis und Numerik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Die Ausstellung führt die Tätigkeit jüdischer Mathematiker von der rechtlichen und politischen Gleichstellung jüdischer Bürger im 19. Jahrhundert bis zur Verfolgung und Vertreibung im nationalsozialistischen Deutschland vor Augen. Sie stellt dar, wie im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik jüdische Mathematiker in allen Bereichen der mathematischen Kultur zunehmend eine tragende Rolle spielten, und sie erinnert an Emigration, Flucht und Ermordung nach 1933.
Filmnacht am Mittwoch
Ab 20.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
u.a. mit Ich will dich. Begegnungen mit Hilde Domin
Ein Film von Anna Ditges
Gedichte und Texte gelesen von Anna Thalbach
„Ich will dich“ ist ein sehr persönlicher, direkter Film über Leben und Werk der Dichterin Hilde Domin – gedreht von einer fast 70 Jahre jüngeren Filmemacherin: Anna Ditges hat die Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur mit der Kamera durch die letzten zwei Jahre ihres langen und spannungsreichen Lebens begleitet.
VERFOLGT UND ERMORDET – Magdeburger Juden während des Nationalsozialismus
Buch und Regie: Julian Jostmeier; Produktion: Offener Kanal Magdeburg, 2008
Donnerstag, 30.10.
8.30 bis 14.00 Uhr Synagogengemeindehaus, Gröperstr. 1a
Der Rabbiner Ariel Lotozki, Gemeinderabbiner der Synagogengemeinde zu Magdeburg, erzählt Schülern von jüdischem Leben und jüdischen Riten
Schulklassen oder Gruppen bitte im Gemeindebüro der Synygogengemeinde anmelden: Tel.: 0391/5 61 66 75; e-mail: sgmd@gmx.de
Koscher kochen. Und essen natürlich. Und trinken.
Nahrung ist eine Lebensgrundlage.
10.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Gemeindehaus, Klausenerstraße 11 – 13:
Das System der koscheren Küche ist Grundlage jüdischen Lebens. Mitglieder der Gemeinde, die sich in Theorie und Praxis (lecker) hervorragend auskennen mit den Gesetzen des Kaschruth, beantworten Besucherfragen.
ab 16.00 Uhr im Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10:
„Rabbi, was ist koscher?“ Rabbiner Lotozki erklärt jüdische Speisegebote. Frauen der Synagogengemeinde kochen für interessierte (hungrige) Besucher.
20.00 Uhr Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10
Konzert im Forum - Klezmorim
Die Presse jubelt: „Klezmer auf dem Weg in die Moderne; technisch meisterhaft - tiefe Inspiration" und: " Die große Tradition der ostjüdischen Musik auf virtuose Weise in die Moderne transportiert.“ Oder: „Zum Weinen schön.“
Freitag, 31.10.
13 – 15 Uhr, Forum Gestaltung, Brandenburger Str.10
Tag der Chöre
Mit dem Synagogenchor „Koll Jehudim“ (Leitung: Svetlana Ozerskaja), Volkschor Magdeburg e.V. (Leitung: Tatjana Raygorodska)
Chor „Meridian“ Magdeburg (Leitung: Ljudmila Vendrova), Ensemble „Junge Stimmen“ (Leitung Svetlana Ozerskaja)
Weitere Informationen im Forum Gestaltung, Magdeburg, Brandenburger Straße 10
Tel.: +49 391 8 86 41 97, www.forum-gestaltung.de, info@forum-gestaltung.de